Vom 3. bis 14. Juni wird in der Willy-Brandt-Gesamtschule in Werne, Wittekindstraße 33 die Wanderausstellung „Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland“ gezeigt. Sie wurde von der Initiative „Opferperspektive“ in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung zusammengestellt und wird ständig aktualisiert. Sie zeigt zurzeit die 169 Todesopfer, deren Täter nachweislich dem rechten Milieu zugeordnet werden konnten. Zugrunde liegen Chroniken von Tagesspiegel und Frankfurter Rundschau. Die Taten haben sich keineswegs nur im Gebiet der ehemaligen DDR ereignet, sowie die Täter auch genauso aus Ländern der alten BRD kommen. Die Opfer sind zumeist Randgruppen, wie Obdachlose, Asylbewerber, Gastarbeiter, Juden, Behinderte, Menschen mit dunkler Hautfarbe, Asiaten, Homosexuelle, Szene-Aussteiger, aber auch Menschen, die ihnen gerade nicht passten oder im Wege standen, wie z. B. Opferhelfer, Rentner oder Polizisten. Es gab auch bereits vor 1990 schon Opfer der Neonazis, aber diese Ausstellung beschränkt sich auf die nach 1990. Vergessen darf man dabei nicht, dass es auch viele Opfer dieser rechten Schläger gibt, die nicht an ihren Verletzungen gestorben sind und es gab – und sicherlich gibt es noch- regelrechte Listen von unliebsamen Personen, von Politikern und Polizisten der oberen Ebene und Parteibüros von SPD, Grünen, der Linken und selbst der CSU als Anschlagsziele. Weiterlesen
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